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Bericht

vom 5. August 2009

vom 6. Celebrate Life Festival 2009 - "Awakening into a New Culture"

Schon mehr als 700 Teilnehmer sind mittlerweile in das Bewusstseinsfeld des Celebrate Life Festivals (CLF) eingetreten, um bei herrlichem Sommerwetter tiefer und präsenter ins Ich und Wir einzutauchen.

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Der Montagabend gehörte ganz der Autorin und Zukunftsforscherin Barbara Marx Hubbard, die ihre Vision einer „Bewussten Evolution“ in das Festival einbrachte. Direkt nach der Vorführung ihres Films „Humanity Ascending – Our Story“ erschien Barbara live und in Farbe – zugeschaltet via Internet aus Santa Barbara, Kalifornien. Sichtlich sprühend vor Energie und trotz der Entfernung von 12 000 Kilometern erstaunlich präsent, stellte sie sich den Fragen von Thomas und einigen Teilnehmern.

„Mein Kerngedanke ist, dass die gegenwärtige Krise unseres Planeten die Geburt einer kollektiven, universalen Menschheit markiert. Wir sind mitten in einem neuen Quantensprung“, konstatierte sie. Demnach befinden wir uns in einer Phase großer Beschleunigung, in der die Probleme und Herausforderungen der Menschheit ebenso exponentiell zunehmen wie ihre Kräfte und Fähigkeiten: „Viele spüren derzeit die Anregung zu einer Berufung. Wir haben unser Potenzial immer auf Götter projiziert, jetzt bringen wir es ein als eigenen Ausdruck von Liebe und Intelligenz.“

Barbara stellte dabei ungewöhnliche Thesen auf, zum Beispiel dass die Menschheit die neuen Möglichkeiten zur Genmanipulation dazu nutzen werde, um sich über unser Sonnensystem hinaus auszudehnen. Ein Link zum Download einer vollständigen deutschen Transkription von Barbaras Statements wird allen eingeschriebenen Festival-Teilnehmern übrigens per E-Mail zugesandt.

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Die Tücken der Technik offenbarten sich am Dienstagabend bei der Skype-Videoschaltung zu Byron Katie nach Kalifornien, die erst nach einer Dreiviertelstunde reibungslos funktionierte. Thomas sah es dennoch positiv - als Teil eines Lernprozesses mit neuen Mitteln der Synchronisation: „Wenn wir das Internet bewusst nutzen, kann es uns helfen, die Limitierung des Verstandes auf das Hier und Jetzt auszudehnen. Präsens ist etwas, was jenseits von Raum und Zeit stattfindet.“

Am Beispiel einer Teilnehmerin, die an ihrem eifersüchtigen Partner verzweifelte, führte Byron Katie in ihre Selbst-Erforschungsmethode „The Work“ ein. Die Hinterfragung konkreter Probleme auf Basis eines einfachen Fragebogens ermöglicht dabei eine Befreiung von schmerzhaften Denk- und Verhaltensmustern – und die Erkenntnis, dass die Welt viel freundlicher ist als unsere Gedanken über sie. „Finde deine eigene, innerste Antwort, die eine ganz andere sein kann als die, die die Welt dich gelehrt hat“, ermutigte Byron. Am Ende stand für die betroffene Frau unter anderem die Erkenntnis, dass ihr Partner nicht eifersüchtig ist, sondern ängstlich.

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Am 1. August erschien Thomas’ Buch „Sharing the Presence – Wo warst du bis jetzt?“, das auf dem Festival zusammen mit Joachim Kamphausen vom Kamphausen Verlag erstmals vorgestellt wurde.

Der Verlagschef zeigte sich begeistert über die Atmosphäre auf dem Celebrate Life Festival und gerührt von der Offenheit, Neugier und Verbundenheit der Teilnehmer. Spontan kündigte er an, im nächsten Jahr für die gesamte Dauer des CLF anreisen zu wollen und mit seinem Zelt – und möglicherweise blauen Haaren – am See zu campieren.

Einen Überblick über die integrale Landkarte der Psychologie von Ken Wilber gab der frühere Wirtschaftsingenieur und heutige Musiker Michael Habecker. Sein komplexer Vortrag führte ausgehend vom Wesen einer nicht-dualen Wirklichkeit durch die vielfältigen Dimensionen von Spiritualität rund um das nicht Kartografierbare: „Zu nah, um es zu erkennen. Zu tief, um es zu verstehen. Zu einfach, um es zu glauben. Zu gut, um es zu akzeptieren.“

Zum festen Programm des Festivals gesellen sich durch die Initiative von Teilnehmern täglich neue Angebote. So warteten die Jugendlichen Ben und Jakim Dienstagnacht bei einem „Poetenabend“ in der Reithalle mit Liedern und Gedichten über ihre bereits recht zahlreichen tragischen Liebeserfahrungen auf. Im gemütlichen „Teezelt“ am See gibt es neben Live-Musik unter anderem Thai-Massage-Workshops. Und im Jugendcamp stand zum Beispiel am Mittwoch eine Begegnung mit Thomas und Mantra-Singen an.

Die Anmeldung für die „Buddy-Groups“ ist laufend möglich, so dass auch Neuankömmlinge sich noch einer kleinen Gruppe zum täglichen Sharing anschließen können.

Jan Staiger


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