Die Bühne der unterschätzten Wahrheiten
Workshop mit François Michael Wiesmann
Samstag, 1. August, 15:30 - 17:30 Uhr
Wenn wir Menschen reden hören, wissen wir oft Dinge über sie, die sie nicht sagen: z.B. wie es ihnen geht, ob sie freudig oder ängstlich sind, ob sie das glauben, was sie sagen oder ob sie gedanklich mit anderen Dingen beschäftigt sind – und noch vieles mehr.
Die Kommunikationswissenschaft zeigt, dass nur ca. 10 Prozent der Informationen im menschlichen Kontakt über den Inhalt der Sprache ausgetauscht werden. Von den restlichen 90 Prozent fallen jeweils etwa die Hälfte auf den Klang der Stimme und auf die Botschaften des Körpers (Haltung, „Körpersprache“ etc).
In „KommunikationsKunst“ kreieren wir einen Raum, in dem wir unsere Aufmerksamkeit auf diese 90 Prozent lenken. Welche Botschaften senden wir aus, die uns nicht bewusst sind, oder die bewusst sind, wir aber lieber verbergen möchten?
Dafür schaffen wir eine urteilsfreie Bühne - die Bühne der unterschätzten Wahrheiten. Auf ihr bekommen diese Wahrheiten ihr Existenzrecht. Durch schüchternen oder auch frechen Ausdruck gestalten wir diese Bereiche unserer selbst vor den (wohlwollenden) Augen der anderen – z.B. die geheime Liebe und Verehrung zu einer Frau, unsere Schadenfreude über den Misserfolg eines Konkurrenten, unsere heimliche Sucht, ein intimes Gespräch mit Gott, unsere geilste Fantasie, die hässlichste oder peinlichste Stelle unseres Körpers...
Das und vieles mehr gehört zum Programm dieser Bühne. In unseren geheimen Gefilden ist sehr viel von unserer Lebens-Energie gebunden, die uns für andere Dinge zur Verfügung stehen könnte. Wir machen uns daran, sie in unser bewusstes Leben zurückzuholen. Wir werden feststellen, dass die Offenbarung im Vertrauen Freude und Schönheit entstehen lässt, an Stellen, die wir als unsere verwerflichsten oder schwierigsten betrachten.
Wir gestalten uns selbst, wir machen Kunst aus uns. Das hilft uns, die Identifikation mit dem, was wir ICH nennen, zu lockern. So sein wie ich bin, oder auch mit Genuss so sein, wie ich nie werden wollte und auch gar nicht bin - Kunst gibt uns diese Freiheit.
Viele ursprüngliche Kulturen hatten Rituale für das Unsagbare, das Böse, das Hässliche, das Erotische, das Heilige. Wir haben die Chance, dieses auf eine moderne und konkrete Art neu zu gestalten – mit einer guten Prise Humor!
Der Kurs bietet ein gezieltes Training in Wahrnehmung und Entschlüsselung von (unbewussten) Informationen, die in Körper und Stimme gespeichert sind, sowie eine sehr kreative Arbeit mit diesen Informationen: Ausdrucks-, Entwicklungs- und Integrationsmöglichkeiten.
Für die Teilnahme an „KommunikationsKunst“ braucht es keine Vorkenntnisse, aber die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen.
